STADT IM REGAL - BUNGALOW
vom 15.Juli - 20.August 2000 im Rahmen der Ausstellung Z 2000, Akademie der Künste Berlin

Für die Ausstellung konzipiert und baut Stadt im Regal das 1:1 Modell des Bungalows Typ A Nr. 39 des Architekten Eduard Ludwig auf dem Vorplatz der Akademie der Künste in Berlin. Das 1:1 Modell funktioniert gleichzeitig als Skulptur und temporärer Ausstellungspavillon und wird zum Ort für dreizehn künstlerische Positionen zum Thema Wohnen. Der Original-Bungalow steht nicht weit entfernt im Hansaviertel und war Teil der Internationen Bauausstellung 1957. Im Modellbau transformiert sich der Bungalow durch Verwendung von Low-Tech-Materialien und der Thematisierung heutiger Vorstellungen von Rückzug, Abschirmung, Durchlässigkeit und Anbindung an die äußere Welt. Ein gefalteter Ausschneidebogen, zum Basteln eines Papier-Modells im Maßstab 1:25, ist dem Katalog „Z 2000“ beigelegt.



Gastveranstaltungen


20. Juli 2000
Die Glühlampe
Vortrag mit Lichtbildern und Glühlampen von Michael Vorfeld (Musiker und Künstler, Berlin).
Über die Geschichte und Wirkung des Gebrauchsgutes im täglichen Stadtleben. Die Möglichkeiten und Einflüsse der Lichtquelle Glühlampe auf Architektur, Theater und Lichtwerbung

3. August 2000
Neue Küche
Ein performativ-theoretisches Pingpong mit Gästen (u.a. Elke Knöß und Wolfgang Griilitsch) zu quadratisch-praktisch-gutem Möbeldesign im funktionalistischen Wohnzusammenhang und unkontrollierbaren sich ausdehnenden Kochvorgängen (Videoausschnitte zu Planstädten und Küchen und Videodokumentation einer 100 m Küchenperformance).

10. August 2000
Morir soñando (träumend sterben)
Eine Aktions-Installation von Fernando Nino-Sánchez.
Morir soñando (träumend sterben) ist zum einen die Bezeichnung für das Getränk, das in verschiedenen kolumbianischen Regionen immer anders hergestellt wird, zum anderen steht der Begriff für Binsenweißheit. Jeder kann seinen eigenen Morir soñando mixen und demnach auch die allgemeine Wahrheit selbst definieren. Eine Aktions-Installation mit tropischen Getränken.

und:
Kochabend
mit David Zink (Koch und Künstler, Peru/Berlin).
Alle Dinge gelangen durch die leckere Täuschung zuerst in den Magen... Mahlzeiten bilden den kulturellen Mittelpunkt innerhalb des Hauses, kennzeichnen das Alltagsleben und Feste, sind ein Zeichen für Gastlichkeit und Kommunikation. Unsere kulturellen Verwurzelungen und Beziehungen zeigen sich in unseren Speisen. ...chinesisches, afroperuanisches, italoperuanisches, arabisches - oder eher spanisches Essen? ... alles peruanisch.

17. August 2000
The Better Living Programme
Eva Hertzsch und Adam Page stellen ihr Konzept des Bauraums vor.

19. August 2000
Ambiente 2057
MUSIKMISSBRAUCH! Eine Cocktailnacht, gestaltet von Christian von Borries und Freunde
Einkommen. Klavierüben. Four Walls (Cage). Jazz. Gäste aus der Stalinallee. Schallplatten-Hören. Märsche. Avantgardemusik von Akademie-Mitgliedern. Privatbesitz. Fernseher Dürer. Hausmusik. Balance. Paths of Glory. Cocktails. Des Teufels General. Teakholz. Wachstum. Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Stadt von morgen.