Antje Dorn Wiesentausch, Inkjetprint, Holzklötze, Zeichnungen und Entwurf des Bauschilds back
Hier entsteht eine Wiese

Die Wiese als Gedankenbild im Gegensatz zu bebautem, okkupiertem und verwertetem Raum. Wiese, also nicht mal Wald, Gestrüpp oder noch Wilderes, als kleinstmöglicher Freiheitsmoment in den Mühlen der Anstrengung, des Hoffens, des Abschiednehmens, des Beurteilens, des Hinnehmens, der Ratlosigkeit...
Wiese nicht nur als menschengemachte Freiflächenfüllung oder Restnatur, auch nicht als naiv im Wind wogendes Gräsererlebnis und Niedriggewächs, sondern als gedankliches Pausenbild für Kopfmöblierung und Planung.
Als eine Art geistiges Luftholen zwischen den Zuständen, sowie Hitzefrei.
Wiese als Unplanung, ein offenes Feld des Unökonomischen, des Unpraktischen, des Nicht-Besonderen. Ein gelassener Kopfspaziergang durch die unaufdringliche Ratlosigkeit, ohne Bedauern oder Eile, ohne Aufgeregtheit.
In die Weisheit der Wiese schauen als eine Gedankentreppe.
Gedankengewächse grasen lassen.
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